Warum bedeutet ein Umzug immer chaotische Zustände?
Das Chaos begann schon vorgestern, mit unserer Anreise zu meinem “Umzugsgut” das noch in Leipzig stand.
Wir sind eine Station mit der regionalbahn gefahren dann wurden wir gebeten wegen einer Streckenstörung den Zug zu verlassen und auf Busse umzusteigen.
Wir sind morgens um 7.30Uhr gefahren – Berufsverkehr. Die Passagiere einer zum bersten voller Regionalbahn passen nicht in fünf Busse.
Meine Mum und ich (mit der Minimaus auf dem Rücken) standen also ne Stunde in Denzlingen, dann wurde die Streckensperrung aufgehoben und wir sind mit der nächsten regionalbahn (der ICE der außerplanmäßig hielt war binnen zwei Minuten voll, also fanden wir darin kein Platz) nach Freiburg gefahren. Unseren Anschlusszug hatte ich bereits abgeschrieben, aber – auf die Bahn ist Verlass – auch der hatte Verspätung, wir standen zwei Minuten am Bahnsteig, dann fuhr er ein.
Wir haben unsere reservierten Plätze im Kleinkindabteil aufgesucht und nach einer Stunde kam auch jemand um unsere Karten zu kontrollieren. Nach kurzem hin und her kam dann heraus unseren Anschlusszug in FFM bekommen wir nicht mehr, Wartezeit auf den nächsten: eine Stunde.
Natürlich ist unsere Reservierung verfallen. Also saßen wir mit vollkommen übermüdeter und dadurch nöliger Minimaus, in einem überbesetzten Zug, mit lauter genervten Freitagnachmittagspendlern. Stress für alle Beteiligten.
Zwei Stunden später als geplant kamen wir dann auch in Leipzig an, holten unser Auto (ein Sprinter) und fuhren zu der Spedition wo meine Sachen eingelagert waren.
Dank tatkräftiger Hilfe waren wir nach einer Stunde fertig, der Sprinter voll bis unters Dach, sind wir noch zu meiner liebsten Leipzig-Freundin gefahren zum Kaffee trinken.
Die Minimaus hat mit ihrer Tochter ein bisschen gespielt und es hat mich sehr gefreut die Zwei wieder zu sehen, mein erster Wehmutstropfen an diesem Tag. Sie fehlt mir einfach.
Anschließend sind wir noch zum Papa der Minimaus gefahren. Ab da wars sowieso vorbei mit meinem Gefühlsgerüst. Trennungen tun einfach scheisse weh und ich hab das mal wieder volle Breitseite zu spüren gekommen.
Außerdem trauere ich auch dem Vater meiner Tochter nach.
600km trennen mein Kind von seinem Vater – der wirklich sehr liebevoll sein kann und sie – das sieht man ihm an – über Alles liebt.
Jetzt bin ich also weg, weg aus Leipzig, so im Nachhinein betrachtet eine ganz schöne Stadt, weg von R. einer guten und so lieben Freundin und weg von meinem Soldaten, dem Vater meiner Tochter.
Ob die Zeit wirklich hilft?




