Schub-i-du

Ächz, grade wenn man denkt der Alltag mit spielt sich so langsam wieder ein, nach dem vorangegangenen Schub, steckt man im nächsten.
Ja, ich weiss ja, Entwicklungsphasen sind wichtig, aber warum müssen diese so anstregend für das Umfeld sein, so schwer zu ignorieren und so schwer zum aushalten für Mutter und Kind?

Prinzipiell funktioniert “Wachsen”, in dem die Minimaus einen kleinen Schritt zurück und einen grossen Sprung nach vorne macht.
Während des Schubes, der einige Tage oder sogar Wochen dauern kann, ist sie dann ein wenig neben der Spur, besonders anhänglich, weinerlich und dabei möglichst selbstständig.

Der aktuelle Schub schlägt fast den 19-Wochen-Schub und das will was heißen.
Derzeit wird wegen allem losgebrüllt, Mamas Reaktion getestet, sie will Nähe und doch nicht, sie will stillen und doch nicht. Alles in allem herrscht hier einfach eine totale Unzufriedenheit vor.
Und ich bin angestregt – dieser Schub zeigt mir mal wieder (die Grenzen) meine Belastbarkeit.

Ich bin keine Supermami, ich will auch keine Supermami sein. Ich schaffe es eh nicht und am Ende verzweifel ich an meinen eignen Ansprüchen.
Nein, da verzweifel ich lieber an meiner schubenden Klette die alles will und noch nichts richtig kann.

“Früher” – es ist sehr amüsant im Zusammenhang mit einer noch nicht Einjährigen über früher zu sprechen – waren Tragetuch & Tragehilfe in Schubzeiten das A und O, aber jetzt wirkt auch das nicht mehr, denn hier scheint es grade stark um eigene Mobilität zu gehen.

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