18.12.2011
by ayneles

Denn die Arme der Liebe halten dich gut,
sie halten deine Gegenwart,
deine Vergangenheit,
deine Zukunft,
die Arme der Liebe umfassen dich ganz.
[Antoine de Saint-Exupéry]

15.11.2011
by ayneles

Das Leben ist zu kurz um nicht an Wunder zu glauben

Vor anderthalb Jahren habe ich den Herzmann kennengelernt. Damals war ich frisch getrennt (worden) und alles in allem einfach nur traurig. Und der Herzmann kam mehrere Male zu Besuch, versuchte mich aufzubauen, zu trösten, mich abzulenken und helfen zu vergessen.

Und ich wehrte mich mit allem was ich hatte gegen die aufkeimenden Gefühle, denn ich wollte das nicht mehr, nie wieder von einer Beziehung in die nächste stürzen, und am Ende nicht mehr wissen ob es nur war um mich zu trösten. Oder um nicht mehr allein zu sein. Wenn ich mich auf etwas neues einlassen wollte, dann nur wenn ich mir absolut sicher wäre.

Absolute Sicherheit wird es nie geben.
Nach einem Jahr Funkstille (von mir so gewollt) nahmen wir vorsichtigen Kontakt auf, wobei vorsichtig war der Kontakt nur die ersten anderthalb Tage, dann war die Vergangenheit geklärt und wir konnten ins Jetzt sehen und damit nahmen wir unsere sehr intensive Freundschaft von damals wieder auf.
Was mir binnen weniger Augenblicke klar machte das ich ein Jahr getrauert hatte, um diesen einen Mann. Und ein Jahr gebraucht habe um zu sehen wie sehr ich mich, schon damals, in diesen Mann verliebt hatte.

Und dann fanden wir zusammen. Rauften uns immer wieder, kämpfen miteinander und füreinander.
Und tun uns einfach nur gut. Genießen dieses Leben, dieses miteinander, das Familiending. Die Minimaus mittendrin.

Und so landete ich wieder in einer Wochenendbeziehung.
Nur 266 km diesmal. Aber 266 km zu viel.
Für die nächsten 2-4 Jahre, denn niemand von uns kann das was er sich erarbeitet hat einfach sausen lassen, beide haben wir zu viel Verantwortung um einfach alle Zelte abbrechen zu können.

Aber unterm Strich bleibt nur eins.
Liebe.

07.11.2011
by ayneles

Überlebensstrategien.

Vor wenigen Wochen sagte die Minimaus sie möchte, dass der Herzmann ihr Papa sei. Ihren Erzeuger wollte sie nicht mehr als Papa. Nun waren wir zunächst etwas perlplex und sprachlos, denn so etwas haben wir nie forciert. Auch wenn es gleichermaßen rührend war und nur eine Frage der Zeit. Nur dass das so bald, so schnell kommen würde, war ziemlich überraschend für uns.
Zur Zeit spricht die Minimaus den Herzmann zu 99% mit seinem Vornamen an, aber auch der Vorname ihres Erzeugers fällt generell immer häufiger. Das Wort “Papa” an sich schwindet immer mehr.

In den letzten Wochen kam aber immer klarer eine andere Problematik auf die ich so nicht kommen sah. Den Herzmann als neuen Papa adoptiert, heiß und innig geliebt, immer wieder an den Sonntagen verabschieden zu müssen, brachte die Minimaus immer deutlicher an die Grenze ihrer emotionalen Belastbarkeit und warf bei uns natürlich die Frage auf was wir tun können um ihr diese immer wieder auftretende Trennungssituation zu erleichtern.

Da wir die letzte Woche beim Herzmann verbrachten, eine entspannte Woche voller schöner teilweise sehr inniger Momente mit allen Familienmitgliedern, nahmen wir dies zum Anlass und holten den Herzmann zwei mal von der Uni ab, erklärten ihr was er dort macht und gaben somit dem Wort eine greifbare Bedeutung.
Außerdem besorgte der Herzmann ein kleines Stofftier, welches am Sonntag Abend dann bei dem neuen Abschiedsritual überreichte, als Tröster, Aufpasser, Begleiter während seiner Abwesenheit. Im Gegenzug bekam der Herzmann das Mäxle, eine ihrer Puppen, an die Seite gestellt.
Nach dem Zählen wie oft noch Schlafen bis er wiederkommt, ausführlichem Winken und einer kleinen Vorlesepause malten die Minimaus und ich einen Plan für die nächsten zwei Wochen, um ihr langsam ein Zeitgefühl geben zu können und auch die “schriftliche” Gewissheit der Herzmann kommt wieder.

Und so schafften wir einen ruhigen Abschied, der nur im Bett einen kleinen Tränenausbruch mit sich brachte der ab mit Hilfe des Nilpferds nach wenigen Minuten getröstet und weggekuschelt war.

Nun bleibt zu überlegen wie oft wir den Herzmann und seine Familie besuchen, denn die vergangene Woche machte meine neue Schwiegerfamilie sehr präsent bei der Minimaus und sie hat dieses Familienleben sehr genossen und in sich aufgesaugt.

16.09.2011
by ayneles

Reset.

Hallo,

ich heiße Laura, für einige auch Ruth, das liegt daran, dass ich 3 Vornamen habe und ich diese jedem zur Auswahl stelle. So kann jeder selbst entscheiden welchen er als passend empfindet. Nur Maria hat bisher noch keiner gewählt.

Ich habe eine Tochter, sie ist drei. Im Juni 2008 geboren. Und meine Herausforderung, mein Glück, mein Ein uns Alles.

Und ich habe den Herzmann, an meiner Seite, jedoch oft viel zu weit weg. Dennoch ist er derjenige der mir Ruhe und Kraft gibt, mir den Rücken deckt wenn ich es brauche und mit mir streitet wenn es nötig ist.

Was das hier ist? Findet es mit mir heraus, ich weiß es auch noch nicht. Ich freue mich aber auf die Begegnung mit euch. Und hoffe ihr habt hie etwas Freude zu lesen, meine Welt zu entdecken.

Ich bin keiner Supermutter, ich bin keine dieser Mütter deren Zuhause immer aufgeräumt ist, ganz im Gegenteil, hier ist und geht es oft chaotisch zu.

Nicht das mich das nicht stören würde, jetzt gerade, wartet die Wäsche in der Waschmaschine, das Geschirr in der Küche und in einer Stunde der Herzmann am Bahnhof. Außerdem müsste ich dringend die Haare des Hundes weg saugen. Das sind alles Dinge die mal liegen bleiben, auch das Spielzeug fliegt oft herum, das räumen wir auf wenn wir Lust haben. Die Fenster habe ich das letzte Mal vor einem halben Jahr geputzt, davor über ein Jahr gar nicht.

Aber ich bin eine Mutter die ihr Kind nicht am zweiten Tag alleine im Kindergarten lässt, die sich dann mit der Gruppenleitung anlegt und sich vorwerfen lässt sich nicht von ihrem Kind lösen zu können. Was im übrigen Schwachsinn ist, denn ich beobachte mein Kind, seine Reaktionen, ich rede mit ihr und ich spreche mit ihr welche Situationen in Ordnung sind für sie und welche nicht. Das ist mein Indikator. Mein Kind, mein Gefühl, meine Überzeugungen.

Und darüber möchte ich hier (wieder) berichten.

Herzlich Willkommen an alle neuen und alten Leser, ich freue mich dass ihr da seid!

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15.04.2009
by ayneles

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